Bild: Anita Naumann

Bliesgau – Schwalben und Mauerseglern helfen, in menschlicher Nachbarschaft zu brüten

Die Region: Der Bliesgau - Stadt und Natur in enger Beziehung.

Im Unterschied zu fast allen anderen UNESCO-Biosphärenreservaten birgt der Bliesgau eine Besonderheit: Die Region im Saarland ist mit 300 Einwohnern pro Quadratkilometer sehr dicht besiedelt. Das bedeutet, dass sich städtische und naturnahe Lebensräume eng miteinander verzahnen. Damit bieten sich hier für die sogenannten„Kulturfolger“ unter den Tieren, wie zum Beispiel die Schwalbe eigentlich gute Bedingungen – wenn der Mensch auf sie Rücksicht nimmt.

Das Projekt: Nisthilfen für Schwalben bereitstellen.

Seit Jahrhunderten brüten Schwalben in engster Nachbarschaft mit dem Mensch. Während sie jedoch früher als Glücksbote angesehen wurden, ist heute nicht jeder Hausbesitzer froh, ein Schwalbennest am Haus zu haben. Hier setzt das Projekt an: Die Helfer machen vorhandene Nester verschmutzungsärmer, indem sie Kotbretter unter ihnen anbringen. Zudem installieren sie künstliche Nisthilfen an Stellen, an denen sie niemanden stören; etwa an öffentlichen Gebäuden wie Schulen und Kindergärten. Willkommener Nebeneffekt: Die Kinder lernen schon früh viel über die Natur und die beeindruckenden Leistungen „ihrer“ Gebäudebrüter. Auch Pfützen mit Lehm und feuchter Erde werden von den Aktiven des Projektes angelegt. So finden die Mehl- und die Rauchschwalbe das zum Nestbau dringend benötigte Baumaterial.

Der Nutzen: Mensch und Tier leben in Harmonie zusammen.

Die Gebäudebrüter werden, mehr als zuvor, von den Bewohnern im Bliesgau akzeptiert. Denn die Beschädigungen und Störungen verringern sich durch den Einsatz der Helfer signifikant. Das Projekt zeigt, dass die Gemeinschaft von Mensch und Tier aktiv gestaltet werden muss, um sich positiv zu entwickeln. Dabei kommt es, gerade in dicht besiedelten Gebieten, ebenso darauf an, die menschlichen Bedürfnisse mit einzubeziehen, wie jene des Tier- und Umweltschutzes.

3%

Aktuell gehen 3 % aller Spenden für die 18 Umweltprojekte an die Gebäudebrüter.

  • grün: 3 % für die Gebäudebrüter
  • grau: Spenden für weitere Umweltprojekte