Landschaftsmotiv: Dirk Weis – SBS / Biosphärenreservat

Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft – Dem Wiedehopf ein Zuhause geben

Die Region: Land der 1.000 Teiche.

Trockene Heiden und unzählige Teiche bilden in der jahrhundertealten Kulturlandschaft des UNESCO-Biosphärenreservates Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft eine unzertrennliche Einheit. Im scharfen Gegensatz dazu stehen Kippenflächen des Braunkohletagebaus aus jüngerer Vergangenheit. Eines haben beide gemeinsam: Sie sind Rückzugsorte für seltene Tier- und Pflanzenarten. Zu ihnen gehört ein Vogel, der fest im Brauchtum der hier lebenden sorbischen und deutschen Bevölkerung verankert ist: der Wiedehopf.

Das Projekt: Nistkästen für den Wiedehopf.

Es gibt noch einige gut geeignete Lebensräume für den Wiedehopf in dieser besonderen Naturlandschaft im äußersten Osten Deutschlands. Doch der Mensch muss helfen, sie zu erhalten. Die engagierten Ranger der Reservatsverwaltung bringen schon seit 2005 Nistkästen für den Wiedehopf an. Jedes Jahr kontrollieren sie zusammen mit Experten der sächsischen Vogelschutzwarte die Kästen und beringen die Jungvögel. Künftig sollen zudem Gebüsche, überwachsene Trockenrasen und Heiden wieder freigestellt oder gepflegt werden.

Der Nutzen: Der Wiedehopf – ein Charakterkopf bleibt in der Oberlausitz.

Schon der Erfolg des bisherigen Projektes ist erfreulich. Wo es 2005 nur zwei bis vier Wiedehopf-Brutpaare gab, leben heute mindestens 20. Und wo sich der Wiedehopf wohlfühlt, geht es auch anderen Arten, wie Eidechsen, Schmetterlingen oder dem Ziegenmelker, gut. Außerdem können seltene Pflanzen vor dem Verschwinden bewahrt werden, indem man die Landschaft pflegt und offen hält. Zum Beispiel der Spergel, der Knäuel und der Bauernsenf – allesamt faszinierende Pflanzen mit wichtiger Bedeutung für das Ökosystem.

4%

Aktuell gehen 4 % aller Spenden für die 18 Umweltprojekte an den Wiedehopf.

  • grün: 4 % für den Wiedehopf
  • grau: Spenden für weitere Umweltprojekte