Tiermotiv: Wolfgang Matzke

Südost-Rügen – Die gefährdete Haselmaus schützen und ihr Bleiben fördern

Die Region: Biosphärenreservat Südost-Rügen - Ufer, Schilf und Wälder.

Die Landschaft des UNESCO-Biosphärenreservats Südost-Rügen könnte nicht eindrucksvoller sein: Schroffe Steilküsten wechseln sich mit feinsandigen Stränden ab. Breite Schilfgürtel ziehen sich an vielen Küstenabschnitten ins Land hinein. Wälder, Wiesen und Weiden im Landesinneren bilden hierzu einen malerischen Kontrast.

Das Projekt: Mehr natürlichen Lebensraum für die Haselmaus schaffen.

Die Haselmaus – die tatsächlich keine Maus, sondern ein Bilch ist, wie etwa der Siebenschläfer – ist trotz der üppigen Natur auch auf Rügen in Bedrängnis. Sie benötigt als Lebensraum dichtes Gezweig aus Büschen und Bäumen. Nur hier kann sie ihre kugelförmigen Schlaf- und Wurfnester bauen. Und nur hier findet sie genügend Beeren, Nüsse und Insekten, um zu überleben. Das Biosphärenreservatsamt Südost-Rügen führte deshalb gemeinsam mit dem NABU Kreisverband Rügen e.V. und dem Forstamt Rügen ein Projekt durch, um haselmausfreundliche Hecken und Waldränder zu schaffen. Die Arbeiten wurden gemeinsam mit Schulen der Region durchgeführt. Künftig kommen neue Hecken und Waldränder hinzu, die eingerichtet und betreut werden.

Der Nutzen: Neben der Haselmaus profitieren viele weitere Tierarten.

Die erste gute Nachricht ist, dass die Haselmaus, anders als zeitweilig angenommen, auf Rügen nicht ausgestorben, sondern wieder im Biosphärenreservat heimisch ist. Zum Zweiten nutzen auch andere, wichtige Tierarten den neu gestalteten Lebensraum des Nagers – zum Beispiel Insekten, Fledermäuse und viele Vogelarten. Die Haselmaus ist aus diesen Gründen als sogenannte „Indikatorart“ von Bedeutung. Geht es ihr gut, zeigt das, dass auch die Bedingungen für weitere Arten verbessert werden konnten.

3%

Aktuell gehen 3 % aller Spenden für die 18 Umweltprojekte an die Haselmaus.

  • grün: 3 % für die Haselmaus
  • grau: Spenden für weitere Umweltprojekte