Tiermotiv: M. Hippke | Landschaft: W. Buchhorn

Schaalsee – Feuchtgebiete erhalten, damit der Fischotter Lebensraum und Nahrung findet

Die Region: Naturschätze in der Metropolregion Hamburg.

Inmitten der Metropolregion Hamburg befindet sich der Schaalsee, ein Klarwassersee und zugleich der tiefste See Norddeutschlands. Bis 1989 verlief mitten durch den Schaalsee die innerdeutsche Grenze, wodurch sich die Natur ungestört entfalten konnte. Das war ein Grund für die UNESCO, die Schaalseeregion im Teil von Mecklenburg-Vorpommern als UNESCO-Biosphärenreservat anzuerkennen. Die Buchen- und Bruchwälder, Moore und Wiesen im UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee bieten zahlreichen seltenen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum. Darunter auch dem Fischotter, der auf klare Gewässer mit Überschwemmungsbereichen angewiesen ist. Durch die Änderung der Wasserzufuhr und der Abflüsse sind in den letzten Jahrzehnten die Flächen leider zu trocken geworden. Das soll jetzt korrigiert werden, um die wertvollen Feuchtgebiete zu erhalten und so den Lebensraum für die Tiere zu sichern.

Das Projekt: Den Wasserstand des Schaalsees stabil halten.

Den Schaalsee umgeben zahlreiche Moore, die zu einem großen Teil durch Grundwasser mit Wasser versorgt werden. Das Projekt zielt darauf ab, diese Moore feucht zu halten, da durch menschliche Eingriffe der Moorwasserspiegel dauerhaft gesenkt wurde. Eine Voraussetzung dafür ist, einen stabilen Wasserstand im Schaalsee herzustellen. Dazu wird von Experten ein Plan entwickelt, um die Zu- und Abflüsse des Sees zu regulieren, ein sogenanntes „Abflussregime“. Durch die Änderung dieser Wasserverhältnisse können sich die Moore wieder ausreichend mit Wasser vollsaugen. Auch die Austrocknung der Feuchtgebiete wird gestoppt. Auf diese Weise wird es den Verantwortlichen gelingen, etwa 100 Hektar Moorlandschaft zu sichern. Da die Moore natürliche Wasserfilter sind, wird sich zugleich auch die Wasserqualität des Schaalsees selbst verbessern.

Der Nutzen: Besseres Klima und mehr Nahrung für Fischotter und Kranich.

Klares Wasser und feuchte Moore sind die Voraussetzung dafür, dass Tierarten wie der Fischotter, aber auch zahlreiche Vogelarten, geeignete Lebensbedingungen vorfinden. Denn sinken die Bestände an kleinen Lebewesen und Fischen, finden auch der Fischotter und etwa der Kranich nicht mehr ausreichend Nahrung. Auch das Klima profitiert von der Renaturierung der Moore. Somit ist, wie so häufig, der Schutz von Natur, Tieren und Pflanzen letztlich auch ein wichtiger Beitrag zu unserer eigenen Lebensqualität.

4%

Aktuell gehen 4 % aller Spenden für die 18 Umweltprojekte an den Fischotter.

  • grün: 4 % für den Fischotter
  • grau: Spenden für weitere Umweltprojekte